BARDOU astoneishment
PERSPEKTIVEN
Einladung zur Ausstellung von
MAX ZIMMERMANN
Aquarelle & Collagen
und
HERIBERT HOERKENS
Photographie
Bardou, ein Weiler in den südlichen Ausläufern des Massif central, ist ein Ort, an dem Stein allgegenwärtig ist. Das verwitterte Schichtgestein der südfranzösischen Gebirgs- und Felslandschaft prägt Architektur und Geschichte des Dorfes.
Stein als Material ist seit jeher eingebettet in ein Spannungsfeld zwischen Beständigkeit und Vergänglichkeit. Häufig gilt Stein als Sinnbild des Dauerhaften und Unveränderlichen, während das menschliche Leben als vergänglich und stetigem Wandel unterworfen verstanden wird. Doch dieser Eindruck relativer Unvergänglichkeit hält einer genaueren Betrachtung nur bedingt stand.
Bardous Häuser, Wege und kilometerlangen Trockensteinmauern, die über Jahrhunderte dem Berg abgerungen und von Hand errichtet wurden, bestehen nur so lange fort, wie Menschen sie erhalten. Mit dem Rückzug des Menschen setzt der Verfall ein, und die Natur beginnt, sich das Geschaffene Schritt für Schritt zurückzuholen. Stein erzählt daher nicht nur von Beständigkeit, sondern ebenso von Zeit, Veränderung und Vergänglichkeit.
Diese Gedanken bilden den Ausgangspunkt der fotografischen Arbeiten. In Schwarz-Weiß entstehen Bilder, die weniger dokumentieren als verdichten und den Blick auf Strukturen, Formen und Spuren der Zeit lenken. Der Stein wird dabei zum Träger einer größeren Erzählung über Natur, menschliches Wirken, Werden und Vergehen.
Der Kölner Künstler Max Zimmermann, der Bardou über viele Jahre verbunden war, näherte sich denselben Themen auf andere Weise. Seine Zeichnungen und Aquarelle eröffnen einen eigenständigen Zugang zur Landschaft und ihrer Atmosphäre. Die Gegenüberstellung beider künstlerischer Positionen – Fotografie und Malerei – macht sichtbar, wie unterschiedlich ein gemeinsames Thema interpretiert werden kann. Aus dieser Begegnung entstand die Idee einer gemeinsamen Ausstellung. Nach erster gemeinsamer Präsentation im Oktober 2024 war geplant, die Arbeiten im Juli 2025 in Bardou zu zeigen. Der unerwartete Tod von Max Zimmermann im Dezember 2024 stellte dieses Vorhaben infrage.
Dank der Zustimmung von Fee Zimmermann konnte die Ausstellung dennoch in Bardou verwirklicht werden und wird nun, zugleich als Erinnerung an das künstlerische Schaffen Max Zimmermanns, auch in Köln gezeigt. Sie lädt dazu ein, den vermeintlich unveränderlichen Stein als Spurenträger von Zeit, Vergänglichkeit und menschlichem Handeln neu zu betrachten.
Fr 11. September 2026 18:00 – 21:00 Vernissage
Sa 12. September 2026 10:00 – 14:00
So 13. September 2026 17:00 – 19:00
Mi 16. September 2026 17:00 – 19:00
Fr 18. September 2026 16:00 – 19:00
Sa 19. September 2026 10:00 – 14:00
So 20. September 2026 10:00 – 13:00
Mi 23. September 2026 17:00 – 19:00
Fr 25. September 2026 17:00 – 20:00
So 27. September 2026 12:00 – 18:00
Mi 30. September 2026 18:30 – 20:30 Finnisage
