Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen, sind keine Gruppenaktivitäten geplant.
Bleiben Sie gesund und schützen Sie Ihre Nächsten.
Hier schon einige Bilder vom Krippenweg. Bis zum 26.12. können Sie ihn auch noch selbst ablaufen.
Eine Galerie aller Bilder finden Sie hier.
Wer ist eigentlich schuld, wer ist verantwortlich für den ganzen Schlamassel? So fragen Menschen Jesus, als er einen Blinden mit einem Brei aus Spucke heilt (Johannesevangelium Kap 9). Der Mann oder die Eltern?
Wer ist eigentlich schuld, dass die Ehe gescheitert ist, das Kind schlecht in der Schule, dass das Essen weggeschmissen wird, dass die Länder auf der südlichen Halbkugel ärmer sind als auf der nördlichen?
Wer ist eigentlich schuld? Einer muss es doch sein oder mehrere oder die Politiker oder der Kolonialismus.
Wer ist eigentlich schuld an Corona, an den Maßnahmen, an dieser ganzen Situation?
Denn das wäre doch schön, wenn es einen Schuldigen geben würde, aber ändern würde es auch nichts. Die Probleme bleibenja. Wir fragen damit nach Ursachen, denn es muss doch Gründe geben. Vielleicht, weil wir uns die Welt ein bisschen berechenbarer wünschen.
Aber Jesus sagt nur, das ist die falsche Frage!
Er sagt:,Wir müssen tun, wozu Gott uns gesendet hat. Mich, dich, uns… hat Gott gesendet.“ Nicht nur damals. Auch heute.
Dann bleiben wir auch nicht dort stecken, wo man bei sogenannten Wundergeschichten so leicht stecken bleiben kann. Bei der Frage: Wie geht das. Wie ist das möglich? Was war das mit dem Brei? Es nutzt nichts, wenn wir Zuschauer bleiben. Jesus sagt nicht: Schaut her, was ich Tolles mache und dann bitte großen Applaus. Jesus setzt ein Zeichen gegen die Dunkelheit. So müsste man das griechische Wort, das oft mit Wunder übersetzt wurde, eher übersetzen: ein Zeichen setzen. Ein Zeichen setzen, mitten im Dunklen!
Und das geschieht auch heute: ein Schiff kaufen, dass Menschen aus dem Mitttelmeer rettet (z.B: die Seewatch 4 der Evangelischen Kirche), Obdachlosenhilfe in Corona Zeiten,… Das Zeichen weist darauf hin, dass es Wege und Möglichkeiten gibt, mit Situationen umzugehen, sie zu verändern. „Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat.“ Damals, heute und in Zukunft.
Wer ist eigentlich schuld? Das ist nicht so wichtig, es heißt heute und hier, Licht ins Dunkel zu bringen, stehen zu bleiben, den Blinden ansehen, und handeln. In der Welt Alternativen sichtbar machen: da ist es Dunkel, da sitzt jemand allein im Dunkel, der Krankheit, Einsamkeit, Schuld und da braucht es Licht.
Also nicht einfach vorbeigehen, so tun als wäre nichts. Da muss mal jemand stehen bleiben, hingucken und handeln. Auch in diesen Zeiten, nicht nur die eigene Haut retten, hoffentlich komme ich gut durch mit meiner Familie, sondern den Blick offen halten für die die jetzt schnell vergessen und übersehen werden, Für die die im Dunkel sitzen. Und dann kann es hell werden!
Das ist übrigens – ein Stück weit mal vorausgeschaut – schon die Geschichte von Weihnachten, Licht im Dunkel – wie immer wir das in diesem Jahr feiern werden.

… ist anders, aber sie ist lebendig.
Einige Eindrücke von Gottesdiensten im Kitagarten, Parcoursgottesdiensten, Tauferinnerung und Pfingsten zeigen, wie wir versuchen trotzdem für alle Generationen ein Ort der Begegnung
(mit Gott) zu sein und die Türen offen zu halten, wann immer es geht. Beim Tauferinnerunsgottesdienst haben knapp 100 große und kleine Menschen den Parcours besucht und sind ihn zeitversetzt abgegangen.
Auch in Zukunft wird uns sicher so einiges einfallen, schauen sie doch mal vorbei.
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Parcour -

Kindergarten -

Ostern -

Karfreitag
Unter Corona-Bedingungen
17.05.
9:30 Uhr
Erster Gottesdienst unter Corona Bedingungen
Probelauf mit stark begrenzter Teilnehmerzahl
Nathanaelkirche
21.05. Himmelfahrt
10:45 Uhr
Gemeinsamer Gottesdienst mit Köln Longerich
Immanuelkirche
4. Sonntag nach Ostern Gottesdienst to go zu Kantate: Singt!!!
So lautet das Motto des Sonntags, Singt!!! – Singt nicht! So die neue EKD Handlungsanweisung für Gottesdienste. Viel zu gefährlich, auf jeden Fall zurzeit und im Gottesdienst! Singen verboten!!!!
Evangelium nach Lukas 19,37 Und als er schon nahte und am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit lauter Stimme freudig Gott zu loben über alle die Wunderwerke, die sie gesehen hatten, 38 indem sie sagten: „Gepriesen sei der König, der da kommt im Namen des Herrn!“ Friede im Himmel und Herrlichkeit in der Höhe! 39 Und etliche der Pharisäer aus der Volksmenge sprachen zu ihm: Lehrer, verweise es deinen Jüngern. 40 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien.
Es gab keine Gottesdienste und nun dürfen sie langsam wieder anfangen. So lauten manche Stellungnahmen. Aber unser Präses Manfred Rekowski sagt etwas anderes: Es gab Gottesdienste, sie waren nur anders. Es gab Gottesdienste zu Hause, im Internet, online, gestreamt oder zum Mitnehmen.
Es ist vielleicht ähnlich, wie im Evangelium des heutigen Sonntags beschrieben, wenn Gesang verboten wird, dann werden die Steine schreien. Dann werden die Botschaft und der Gesang trotzdem ihren Weg finden. Die Botschaft von Gott wird weiter gesagt – oder gesungen. Auch der Gesang wird seinen Weg finden, in Gottesdiensten im Freien, im Badezimmer, im Wohnzimmer, weil sich manche Dinge nicht grundsätzlich verbieten lassen, sondern sie irgendwie ihren Weg finden. Viele Künstler haben auch ihren Weg zum Publikum gefunden mit Sofa-, Wohnzimmer- oder Balkonkonzerte, der Gesang ist ein ursprünglicher Ausdruck des Menschseins und findet seinen Weg.
Singen Sie also, dort wo sie niemanden gefährden. Singen sie laut und falsch oder richtig und schön. Hauptsache singen!
Anbei ein Link zu einem Video des Jugendchors St Stephan. (https://www.youtube.com/watch?v=JCCjrQBADyY Halleluja) oder Sie geben Jugendchor St. Stephan , Halleluja bei Google ein.)
Der Chor, der sich wegen der Coronakrise nicht sehen darf, hat trotzdem ein Lied aufgenommen. Der Chorleiter hat jedem die Musik geschickt. Jeder hat die Musik zuhause über Kopfhörer gehört und seine Stimme dazu gesungen, sich gefilmt und die Aufnahmen an einen Koordinator geschickt, der wiederum hat alle Einzelaufnahmen zusammengeschnitten und daraus wurde ein Chorstück.
Gesang findet einen Weg, so wie Gottesdienste ihren Weg finden.
Wir starten mit unseren Präsenz-Gottesdiensten in zwei Wochen mit vielen Auflagen (s. Schaukasten).
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und Singen Sie Gott ein Loblied an Kantate: singt mit Freude!!!
Ihre Pfarrerin Reinhild Widdig
Einfach im Garten oder auf der Straße große Steine sammeln und mit Nagellack oder anderen wasserfesten Farben mit Ostersymbolen bemalen.
Beim nächsten Spaziergang im Wald (mit viel Abstand zu anderen Menschen) am Wegrand auslegen – kleine Hoffnungsbotschaften
für alle Spaziergänger.
Wir freuen uns über alle Bilder, die uns erreichen, wenn ihr die Ideen nachmacht.
Sendet sie an nathanael-koeln@ekir.de
Sonntag Jubliate 2020
3. Sonntag nach Ostern, Jauchzet Gott, alle Lande, Lobsinget zur Ehre seines Namens, rühmet ihn herrlich! Psalm 66
Dieser Psalm gibt das Thema für den heutigen Sonntag vor: Jubelt!
Es ist der dritte Sonntag nach Ostern, wir werden österlicher Freude erinnert, doch das fällt uns in diesem Jahr schwer.
Jeden Tag müssen wir so viele Dinge neu entscheiden. wir merken es gar nicht, aber abends sind wir müde und verstehen es manchmal nicht. Von morgens bis abends ungewohnte Situationen.
Homeoffice oder Homeschooling- beides gleichzeitig geht kaum.
Aufstehen und anziehen? Wozu wenn man den ganzen Tag das Haus nicht verlässt.
Oder jetzt doch endlich mal jemand treffen, kann man zu zweit mit anderthalb Metern auf einer Parkbank sitzen? Kann man sich auch zu viert treffen 2 x 2 mit genügend Abstand? Korrekterweise nicht. Aber die Boulespieler, die zu einer großen Gruppe zusammenstehen, die machen das, die setzten doch unserer Freiheit auf´s Spiel! Oder bin ich neidisch?
Doch mal einen Kaffee to go, aber dann im Plastikbecher? Corona und/oder Nachhaltigkeit? Fernsehen oder aufräumen? Zoomkonferenz oder Telefon, so geht das den ganzen Tag, und abends ist man müde und wenn man dann zu viele Nachrichten geguckt hat, kann man nicht einschlafen.
Jubelt! Lobet den Namen Gottes!
Ja, vielleicht sollten wir es einfach mal ausprobieren. Welches ist ihr liebstes Loblied?
Großer Gott wir loben dich oder Laudato si? Oder etwas ganz Anderes? Den Lobliedern ist gemeinsam, dass sie so richtig geschmettert werden, man steht gerade, man hebt den Kopf, man atmet tief ein und singt lauthals heraus. Jubelt!
Wenn Ihnen nicht zum Jubeln ist und sie singen trotzdem ein Jubel-Lied, dann verändert es einen, natürlich krempelt es unserer Laune nicht komplett von negativ auf positiv, aber es gibt eine Ahnung, so könnte es sein. Und wir spüren, da könnte vielleicht noch mehr sein, … Jubeln in österlicher Freude, diese war ja auch eine Freude nach dem großen Schrecken, da musste sich der Jubel auch erst langsam die Bahn brechen. Aber er hat seinen Weg gefunden, der Jubel, … Ihre Pfarrerin Reinhild Widdig
Gebet
Keinem von uns ist Gott fern, sagt Paulus, in unserem Alltag spüren wir oft nichts davon Gott, wir kreisen um uns selbst, lassen uns einreden, wir müssten uns verbessern, verschlanken, optimieren, und schneller oder sportlicher werden. Und in der Coronakrise auch alle Krisen meistern, im Haushalt, in der Gemeinschaft, die noch übrig ist, in der Einsamkeit…
Bei dir Gott, dürfen wir uns aufgehoben und angenommen wissen, auch wenn wir heute nicht jubeln wollen oder wenn wir nur ein klein wenig singen wollen, wir spüren, hier dürfen wir aufatmen,
Gott, begegne uns barmherzig, damit wir anderen barmherzig begegnen können. Amen
Positive Gedanken: ES KÖNNTE SEIN…
Es könnte sein, dass in Italiens Häfen die Schiffe für die nächste Zeit brach liegen, … es kann aber auch sein, dass sich Delfine und andere Meereslebewesen endlich ihren natürlichen Lebensraum zurückzuholen dürfen. Delfine werden in Italiens Häfen gesichtet, die Fische schwimmen wieder in Venedigs Kanälen!
Es könnte sein, dass sich Menschen in ihren Häusern und Wohnungen eingesperrt fühlen,
… es kann aber auch sein, dass sie endlich wieder miteinander singen, sich gegenseitig helfen und seit langem wieder ein Gemeinschaftsgefühl erleben. Menschen singen miteinander!!! Das berührt mich zutiefst!
Es könnte sein, dass die Einschränkung des Flugverkehrs für viele eine Freiheitsberaubung bedeutet und berufliche Einschränkungen mit sich bringt,… es kann aber auch sein, dass die Erde aufatmet, der Himmel an Farbenkraft gewinnt und Kinder in China zum ersten Mal in ihrem Leben den blauen Himmel erblicken. Sieh dir heute selbst den Himmel an, wie ruhig und blau er geworden ist!
Es könnte sein, dass die Schließung von Kindergärten und Schulen für viele Eltern eine immense Herausforderung bedeutet,…es kann aber auch sein, dass viele Kinder seit langem die Chance bekommen, endlich selbst kreativ zu werden, selbstbestimmter zu handeln und langsamer zu machen. Und auch Eltern ihre Kinder auf einer neuen Ebene kennenlernen dürfen.
Es könnte sein, dass unsere Wirtschaft einen ungeheuren Schaden erleidet,… es kann aber auch sein, dass wir endlich erkennen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben und dass ständiges Wachstum eine absurde Idee der Konsumgesellschaft ist. Wir sind zu Marionetten der Wirtschaft geworden. Es wurde Zeit zu spüren, wie wenig wir eigentlich tatsächlich brauchen.
Es könnte sein, dass dich das auf irgendeine Art und Weise überfordert, … es kann aber auch sein, dass du spürst, dass in dieser Krise die Chance für einen längst überfälligen Wandel liegt,
– der die Erde aufatmen lässt,
– die Kinder mit längst vergessenen Werten in Kontakt bringt,
– unsere Gesellschaft enorm entschleunigt,
– die Geburtsstunde für eine neue Form des Miteinanders sein kann,
– der Müllberge zumindest einmal für die nächsten Wochen reduziert,
– und uns zeigt, wie schnell die Erde bereit ist, ihre Regeneration einzuläuten, wenn wir Menschen Rücksicht auf sie nehmen und sie wieder atmen lassen.
Wir werden wachgerüttelt, weil wir nicht bereit waren es selbst zu tun. Denn es geht um unsere Zukunft. Es geht um die Zukunft unserer Kinder!
Tanja Draxler, österreichische Therapeutin und Beraterin
Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.

Mir fehlt so einiges im Moment, meine Freunde, meine Freiheit, …
Predigt to go 19.04.2020 Sonntag Quasimodogeniti
„Ich fühle mich wie neugeboren!“
Das sagt man schon mal, wenn man sich nach einer großen Anstrengung wieder richtig gut fühlt. „Ich fühle mich wie neugeboren!“ Der heutige Sonntag Quasimodogeniti“ heißt übersetzt: wie neugeboren. Der erste Sonntag nach Ostern und wir fühlen uns wie neu geboren? Gerade in diesem Jahr scheint uns das doch eher unpassend. Wir fühlen uns wie gelähmt, ausgelaugt, langsam mürbe. Vielleicht idealisieren wir dieses „wie neugeboren“ aber auch. Neugeborene sind auch erschöpft von der Geburt. Sie schlafen an ihrem ersten Tag, sie trinken kaum. Hebammen sagen, sie sind ganz schön geschafft, sie müssen sich erstmal an die neue Umgebung gewöhnen.
























